Beratung

Lassen Sie sich beraten. So können Sie reale Auswertungen zügig in professionelle betriebswirtschaftliche Entscheidungen umzusetzen. Ziel ist die Gewinnsteigerung.

Außerdem soll eine intensivere Kooperation mit Steuerberatern, Controllern und der Buchhaltung sowie eine bessere Kommunikation mit der Bank erreicht werden.

Manchmal möchte man sich aber auch einfach mal eine dritte Meinung über die aktuelle Struktur des eigenen Rechnungswesens einholen …

Sich beraten zu lassen, ist keine einfache Entscheidung. Nachfolgend finden Sie daher weitere Informationen.

Kontaktieren Sie mich gerne unverbindlich für weitere Fragen oder ein Angebot.




Bilanz und Betriebswirtschaftliche Auswertung

Erhalten Sie monatlich eine BWA (Betriebswirtschaftliche Auswertung), legen diese aber ungelesen ab? Sind Ihnen viele Auswertungen nicht oder nur teilweise verständlich? Würden Sie gerne intensiver damit arbeiten? Steht ein Bankgespräch bevor und sie fühlen sich noch unsicher bezüglich Ihrer Zahlen? Kommen Sie manchmal mit dem Gefühl vom Steuerberater, nur einen Teil verstanden zu haben?

Dann sollten sie sich beraten lassen. Nicht steuerlich, dazu haben Sie Ihren Steuerberater und das soll auch so bleiben. Aber dazu, wie Sie betriebswirtschaftlich schnell und systematisch mit den Analysen umgehen und wie diese kaufmännisch aufgebaut sind. Wenn Sie regelmäßig gewinnrelevante Entscheidungen treffen, dann sind diese Kenntnisse zwingend nötig.

Ziel der Beratung ist, dass Sie Ihre konkreten Zahlen in Aufbau und Struktur verstehen und mit der BWA jederzeit die Vorgänge in Ihrem Unternehmen nachvollziehen können. Und dass Sie innerbetrieblich in Zusammenarbeit mit der Buchhaltung und Steuerberatung sinnvolle Entscheidungen vorbereiten können.   

So werden Sie mit den Rechnungswesen-Profis auf Augenhöhe und erfolgreich zusammenarbeiten.

Sie vereinbaren einen Termin zu einem Beratungsgespräch und bringen Ihre Bilanz und BWA mit - wenn Sie möchten, gerne auch alte Zahlen, es geht um die Struktur und Handhabung von BWA und Bilanz, Ihre aktuellen Zahlen werden nur bei konkreten aktuellen Entscheidungen benötigt.

Dann zeige ich Ihnen entweder, wie Sie generell eine BWA systematisch analysieren und was die einzelnen Spalten und Werte bedeuten oder Sie kommen mit einer bestimmten betriebswirtschaftlichen Fragestellung und diese wird besprochen.

Beachten Sie aber, dass die BWA keineswegs auf alles eine Antwort bietet. Viele Antworten bekommen Sie eher aus der Liquiditätsplanung oder Kostenrechnung und ich sage Ihnen gerne vorher, ob eine bestimmte Fragestellung mit der BWA überhaupt zu beantworten ist.

Tipp: Am günstigsten wird die Beratung, wenn Sie erst ein Tagesseminar zur Buchhaltung zu besuchen, so die Hintergründe von Bilanz und BWA verstehen und sich damit anschließend schneller und gezielter zu individuellen Fragestellungen beraten lassen können.

Am Besten lassen Sie sich innerhalb von 4–6 Wochen nach einem Seminarbesuch zur Buchhaltung beraten. Dann sind die theoretischen Hintergründe noch präsent und können einfacher auf Ihre individuelle Situation angewendet werden.

Oder, wenn Sie kein Seminar besuchen, sondern sich individuell und persönlich beraten lassen wollen, sollten Sie wenigstens zwei Wochen vor Ihrem nächsten Bilanz- oder BWA Gespräch einen Termin vereinbaren. Dann bleibt noch genug Zeit haben, sich bis zum Termin intensiver einzuarbeiten.

Die Beratung zu einer BWA dauert nicht länger als 2 Stunden, wenn die Grundkenntnisse einmal vorhanden sind. Wiederholen Sie die Beratung im Folgemonat, höchstens noch in einem weiteren Folgemonat und dann sollten Sie so geübt sein, dass Sie sich ab dann regelmäßig und intensiv direkt mit Ihrem Steuerberater oder Bilanzbuchhalter austauschen können.

Wieso soll ich mich nicht von meinem Steuerberater oder meiner Steuerberaterin beraten lassen?

Das sollen Sie! Ich arbeite sogar darauf hin, Sie möglichst schnell zu einer intensiveren Zusammenarbeit mit Ihrer Steuerberatung zu bringen. Aber damit das klappt, müssen Sie mit den Instrumenten umgehen können - und dazu berate ich Sie.

Hand auf´s Herz: Vielen Entscheidern ist es unangenehm, beim Steuerberater einfachste Grundlagen der Buchhaltung nachzufragen, weil diese Profis einfach annehmen, dass das Grundlagenwissen vorhanden ist. Und jemand, der ein ausgezeichneter Steuerberater ist, kann deshalb noch lange nicht gut erklären.

Bitte unterscheiden Sie die Angebote: Mit steuerlicher Beratung habe ich nichts zu tun. Das macht Ihre Steuerberatung. Ich berate Sie, wie die Unterlagen im Grundsatz aufgebaut sind, wie Sie im Betrieb Ihre individuelle BWA nutzen können, um einen auffälligen Wert zu erkennen, seine Bedeutung zu verstehen und über die dahinter liegenden Zusatzinformationen und durch gezieltes Nachfragen, etwa über den Wertenachweis und einzelne Konten, schnell zu bestimmten Informationen zu gelangen.

Erst müssen Sie das System verstehen, bevor Sie wirklich kompetent mit den Profis des Rechnungswesens kooperieren können. Und erst dann werden Sie zum kompetenten Gesprächspartner für Ihre Fachleute.


Was unterscheidet Ihre Beratung von der eines Bilanzbuchhalters oder Steuerberaters?

Diese Berufsgruppen sind Rechnungswesen-Profis mit immensem Detailwissen und einem natürlichen Fokus auf den steuerlichen Aspekten Ihres Unternehmens.

Für gewinnrelevante Entscheidungen brauchen Sie aber jemanden, der wie ein Selbstständiger denkt. Für Fachleute sind oft Details wichtig, die aber aus Ihrer Sicht als Entscheider oder Entscheiderin weniger relevant sind. Ich schärfe Ihren Blick auf den unternehmerisch relevanten Teil der Auswertungen.


Warum sollte ich mit Ihnen eine weitere, zudem externe Person hinzuziehen?

Manchmal ist es für Führungskräfte nicht sinnvoll, das Fehlen von Grundlagen im engeren Umfeld offen zu legen. Bei Bankgesprächen oder als neue Führungskraft in einem Unternehmen müssen Sie ja nicht unbedingt ans Schwarze Brett schreiben, dass Ihre Kernkompetenzen woanders liegen, als beim Rechnungswesen. Ich aber mache Sie fit. Vertraulich, verständlich, diskret und immer aus Sicht eines Praktikers.

Vielleicht sind Sie auch nicht ganz sicher, ob die momentanen Auswertungen Ihrer Fachleute tatsächlich das Gelbe vom Ei sind und möchten einfach mal vertraulich und unverbindlich eine Dritte Meinung einholen. Ohne gleich Ihr Controlling oder Ihre Buchhaltung in helle Aufregung zu versetzen.

Wenn es hart auf hart kommt, etwa bei Sanierungen, können Sie bestimmte Überlegungen nicht mit den Personen besprechen, die womöglich negativ davon betroffen wären. Gleiches gilt, wenn Sie Ihr Rechnungswesen aktiv modernisieren wollen, vielleicht gegen den Widerstand eingefahrener Strukturen. Dann brauchen Sie jemanden, der als Partner und persönlicher Berater an Ihrer Seite steht und mit dem Sie Ihre Überlegungen durchsprechen können.


Welche Kosten entstehen durch eine Beratung?

Das hängt ein bisschen davon ab, welche Vorkenntnisse bei Beginn der Beratung vorhanden sind. Falls keine Kenntnisse vorhanden sind, sollten die Grundlagen erst gelegt werden, entweder durch einen Seminarbesuch oder eine Schulung im Rahmen der Beratung. Mit den so erworbenen Kenntnissen benötigen Sie für ein intensives Beratungsgespräch zur BWA zwei Stunden. Wenn Sie das noch ein- oder zweimal wiederholen möchten, kämen noch jeweils zwei Stunden hinzu. Die Stundenpreise entnehmen Sie bitte meiner Preisliste auf dieser Seite. Seminarbesuchern werden bei einer anschließenden Beratung Rabatte eingeräumt.

Eine persönliche Schulung kann gleich anhand Ihrer individuellen Zahlen erfolgen - ein deutlicher Vorteil. Dafür werden vier Stunden benötigt. Für das konkrete Durchsprechen einer BWA rechnen Sie bitte weitere zwei Stunden. Es ist sinnvoll, das auf wenigstens zwei Tage zu verteilen.

In außergewöhnlichen Situationen - Sanierung, Umstrukturierung, Neuordnung des Rechnungswesens - ist der Zeitaufwand deutlich höher, das kann nur individuell und situationsabhängig angeboten werden und betrifft dann auch den Bereich der Kostenrechnung.


Wie ist Ihr Verhältnis zu Steuerberatern?

Gemischt. Manche Steuerberater sind froh, dass sie den Mandanten nicht mehr (und nicht bei jeder Besprechung) erneut die Grundlagen erklären müssen, sondern sich auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren können - die steuerliche Beratung. Und auch, dass sie auf Grund des besseren Verständnisses beim Mandanten verstärkt in die betriebswirtschaftliche Beratung einsteigen können.

Andere reagieren prinzipiell verschnupft, weil noch jemand anders mit ihren Mandanten spricht. Die Cleveren aber erkennen die Vorteile: Ich versetze Nichtkaufleute in die Lage, kompetenter mit Steuerberatern, Buchhaltern und Controllern zu kooperieren, wodurch deren Leistung besser gewürdigt und stärker nachgefragt wird und sich der Erfolg der Mandanten am Markt erhöht - zum Nutzen aller Beteiligten.

Ich kooperiere sehr gerne mit Ihren Fachleuten.

Preispolitik und Kalkulation: Kostenrechnung für die Spitze

Die Buchhaltung liefert Ihnen wichtige Informationen - aber sie kann Ihnen nicht sagen, mit welchen Produkten und Dienstleistungen Sie tatsächlich Gewinne erzielen. Das kann nur eine Kosten- und Leistungsrechnung (KLR).

Sie ist ein eigenes System neben der Buchhaltung und liefert Ihnen detaillierte Zahlen zu jedem Auftrag, jeder Dienstleistung und zu den Kosten Ihrer Abteilungen (Gemeinkosten).

Nur mit einer professionellen, praxisnahen Kostenrechnung können Sie auch in preisumkämpften Märkten gewinnbringend zu verkaufen, Ihre Gewinnsituation insgesamt verbessern, große und kleine Aufträge professionell kalkulieren und schnelles Wachstum gut strukturiert organisieren.

Auch für Sanierungen ist sie zwingend nötig und beim plötzlichen Ausfall großer Aufträge oder Kunden kann nur sie Ihnen helfen, die Auswirkung auf den Gewinn abzuschätzen und optimal zu reagieren. Beim Aufbau neuer Geschäftsbereiche oder der Investition in neue Produktgruppen ist die KLR ein schlagkräftiges Instrument, um gewinnbringend zu wirtschaften.

Übrigens hilft sie auch dann, wenn Ihnen die Zahlen Ihrer Kalkulation spanisch vorkommen - weil die kalkulierten Preise völlig am Markt vorbei gehen und Sie scheinbar unter Kosten verkaufen, aber am Jahresende trotzdem Gewinne erzielen und deshalb irgendwo irgendetwas nicht richtig sein kann.

Und sie hilft beim Kostensparen. Aber das ist der langweiligere Teil. Spannender wird es bei allen Fragen der Preispolitik und Kalkulation.

Übrigens finden Sie hier eine Einführung zum Thema

Für alle, die gewinnwirksame Entscheidungen treffen. Für Selbstständige und Führungskräfte, für Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer, Vertriebsleute, Existenzgründer, für Projektverantwortliche, Abteilungsleiter und alle, die Ergebnisverantwortung tragen.

Wenn Sie eine Kostenrechnung neu aufbauen wollen, sind Sie hier richtig. Ebenso, wenn Sie denken, dass Ihre Kostenrechnung eine Modernisierung vertragen könnte.

Mit Kostenrechnung arbeitet, wer die entsprechenden Belege zusätzlich zur Buchhaltung auch auf Kostenstellen und Kostenträgern erfasst und - soviel zur Praxis - die Zahlen dann auch tatsächlich anschaut und wirklich für Entscheidungen nutzt. Wenn Sie momentan nur Auswertungen ohne reale Anwendung produzieren, so könnte ein Beratungsgespräch nicht schaden.

Ideal ist die Kostenrechnung für mittelständische Betriebe, egal ob Produktion oder Dienstleistung. Ausdrücklich ist sie aber für alle Unternehmensgrößen geeignet, auch für Einzelfirmen. Sie ist keineswegs zwangsläufig ein kompliziertes System. Vielmehr ist sie eine kaufmännische Denkweise, die man auch ohne viel bürokratischen Aufwand in kleinen Firmen gut umsetzen kann.

Wenn Sie Zweifel haben, ob eine Kostenrechnung für Ihr Unternehmen in Frage kommt, rufen Sie mich gerne für ein unverbindliches und kostenloses Erstgespräch an.

  • Für die Beratung zur Kostenrechnung- und Leistungsrechnung (KLR) ist der vorige Besuch eines Tagesseminars unabdingbar.
Daran müssen alle Entscheider teilnehmen, die später mit der Kostenrechnung arbeiten. Erst dann entscheiden Sie, ob Sie weiter machen möchten. Es gibt keine Vorabverpflichtung für einen umfassenden Beratungsauftrag. Grund ist, dass es verschieden Kostenrechnungsysteme gibt, die zu unterschiedlichen Ergebnissen führen und bei denen die Fachbegriffe teils sehr unterschiedlich genutzt werden. Nur mit einem einheitlichen Verständnis der Systematik und Einigkeit bei allen Beteiligten darüber, wie die Kostenrechnung aufgebaut und genutzt werden soll, ist eine Beratung überhaupt sinnvoll.

  • Der nächste Schritt ist ein firmeninterner Workshop.
Nach dem Seminartag folgt ein eintägiger Workshop, in dem mit allen Beteiligten über die Anzahl und Struktur der Kostenstellen und Kostenträger und die Zuteilung der Belege darauf entschieden wird. Eventuell nötige Anpassungen im Organisationsablauf des Unternehmens müssen durch die interne Verwaltung in Absprache mit Buchhaltung, Controlling und Steuerberatung durchgeführt werden.

  • Die Auswertung eines ersten Monatsergebnisses folgt anschließend.
Das erste Monatsergebnis wird in einem weiteren Workshop intensiv besprochen, mögliche Anpassungen der KLR sowie erste konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Gewinnsituation können dann schon erfolgen. Mit den Erfahrungen der ersten Monate ist der anschließende Aufbau einer Plankostenrechnung sinnvoll, die dauerhaft das wichtigste Element der KLR darstellt. Die Ergebnisse führen in der Regel zu Anpassungen bei den Preisen, dem Sortiment und mittelfristig dem organisatorischen Aufbau des Unternehmens sowie einer verbesserten Ablauforganisation innerhalb und zwischen den Kostenstellen.

  • Grundsätzliches
HPRühl® vertritt eine konsequente, so genannte “mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung”, die auf Umlageverfahren verzichtet, Preise vom Markt her kalkuliert, damit richtigere Ergebnisse liefert und organisatorisch einfacher umzusetzen ist, als die so genannte Vollkostenrechnung. Dieses System wird im Tagesseminar Kostenrechnung ausführlich erklärt und intensiv diskutiert.

Jederzeit. Schon mit nur einer einzigen Monatsauswertung einer Kosten- und Leistungsrechnung können erste merkliche Verbesserungen eingeleitet werden. Dauerhaft benötigen Sie zeitlich mehrere Auswertungen hintereinander sowie mittelfristig eine Plankostenrechnung, aber erste Verbesserungen sind schon mit einer Monatsauswertung möglich.

Die KLR ist gesetzlich nicht geregelt. Mit wenigen Ausnahme, etwa bei der Nutzung der zur Bewertung selbst erstellter Anlagen, sind Sie kaufmännisch völlig frei, wie Sie Ihre KLR aufbauen möchten. Das ist ein erheblicher Vorteil der Kostenrechnung!

Sie müssen nicht bis zum neuen Geschäftsjahr warten. Beginnen Sie mit der KLR sobald wie möglich. Sie wird Ihnen vor allem helfen, Ihre Preispolitik gewinnbringender zu gestalten.

Was ist eine Kosten- und Leistungsrechnung?

Eine Kostenrechnung (KLR) ist eigenes Buchungssystem, das zusätzlich zur eigenen Buchführung geführt wird. Eine Kostenrechnung könnte man sogar aufbauen, wenn man keine Doppelte Buchführung durchführt.

Die Kostenrechnung ist grundsätzlich nicht gesetzlich geregelt, es gibt davon nur wenige Ausnahmen für bestimmte Anwendungszwecke.

Eine KLR gibt es, weil die Buchhaltung auf Grund ihres Aufbaus wichtige Informationen nicht liefern kann, zum Beispiel exakte Aussagen zur Profitabilität einzelner Produkte oder Dienstleistungen.

Hier finden Sie einen einführenden Text.


Wann lohnt sich eine Kostenrechnung?

Grundsätzlich immer, selbst bei Einzelfirmen. HPRühl® arbeitet als Freiberufler übrigens auch mit einer KLR.

Denn das Wesen der Kostenrechnung ist eine unternehmerische Denkweise, die danach fragt, mit welchen Produkten und Dienstleistungen Gewinne oder Verluste erzielt werden und wie sich darüber hinaus der Gesamtgewinn unter Einbeziehung der Gemeinkosten eines Unternehmens mit einer optimalen Preispolitik steigern lässt.

Und wenn ein Unternehmen nur eine Kostenstelle und nur zwei Produkte oder Dienstleistungen hat - auch gut.

Liegen diese Zahlen vor - und die Buchhaltung kann diese nicht liefern, deshalb braucht man eine Kostenrechnung - kalkuliert man sehr viel genauer. Man berücksichtigt dann die direkten Kosten eines Auftrags, die allgemeinen Kosten (Gemeinkosten) eines Unternehmens, die momentane Kapazitätsauslastung, die Preissituation am Markt und berechnet so, ob sich Aufträge bei einem gewissen Marktpreis noch lohnen.

Unter Kostenrechnung verstehen die meisten ein kompliziertes, aufwändiges Konstrukt mit vielen schwer nachvollziehbaren Rechengängen und seitenlangen Auswertungen. Aber das ist nicht das Wesen einer Kostenrechnung.

Tatsächlich ist eine praxisnahe Kostenrechnung so gestaltet, dass die gleichzeitig mit der Buchhaltung erfasst werden, so zur Verfügung stehen und dann ganz praktisch bei einzelnen Entscheidungen zu Hilfe genommen werden.

Sie ist ein erheblicher Wettbewerbsvorteil im Preiswettbewerb.


Wie aufwändig ist eine Kostenrechnung?

Darüber kann man keine pauschale Aussage treffen. Allerdings ist der Aufwand umso geringer, je kleiner das Unternehmen ist. Das bedeutet eine echte Chance für Kleinfirmen, betriebswirtschaftlich recht einfach höchst professionell zu agieren.

Es hängt von der Struktur des Unternehmens ab und von der Wahl des Kostenrechnungssystems. Die von HPRühl vertretene konsequente "mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung" lehnt Umlageverfahren ab und reduziert damit den Aufwand erheblich - bei gleichzeitig korrekteren Auswertungen.

Wenigstens müssen Sie in eine Grundlagenschulung investieren, Kostenstellen und Kostenträger einrichten, Belege für die Erfassung darauf vorkontieren und in den meisten Fällen einige organisatorische Änderungen durchführen, damit die Kosten an ihren Entstehungsstellen überhaupt erfasst werden können.

Die gängigen Softwarepakete haben alle gute Kostenrechnungsmodule, oft sind diese schon im vorhanden Paket integriert. Wenn Sie über Steuerberater oder buchhaltungsfirmen buchen lassen, sollte das ohnehin kein Problem sein.

Dieser Aufwand ist vor allem in den ersten drei Monaten gegeben. Erfahrungsgemäß reduziert sich der Zusatzaufwand dann Monat für Monat und kommt dann in eine Routine, die der der laufenden Buchhaltung entspricht.

Mittelfristig aber spart Ihnen die Kostenrechnung aber erheblich Zeit und Kosten, weil Sie Ihnen schnellere und signifikant bessere Entscheidungen ermöglicht.